Was passt besser zu einem (oder zwei?) Stückchen leckerer Schokolade als eine Tasse frisch aufgebrühter Tee? Aber was ist eigentlich die richtige Methode um Tee aufzubrühen? Wie oft muss er aufgebrüht werden? Und kommt die Milch oder der Tee zuerst in die Tasse? Diesen und anderen Fragen wollten wir einmal nachgehen und euch auf unserem Blog au Chocolat die verschiedensten Teezeremonien unterschiedlicher Kulturen vorstellen…

Kern der chinesischen Teekultur ist das mehrfache Aufgießen des Tees. Hierzu wird überwiegend Grüntee oder „Oolong“ verwendet, da Schwarztee sich für dieses traditionelle Ritual nicht eignet. Die Teeblätter werden in eine vorher heiß ausgespülte Kanne gegeben und zur Hälfte mit kochendem Wasser aufgegossen. Nach kurzer Ziehzeit wird die Kanne dann vollständig aufgefüllt und dann ausgeschenkt. Dieser erste Tee-Ausschank wird „Tee des Wohlgeruchs“ bezeichnet. Wird die Teekanne nun wieder mit frischem Wasser aufgefüllt und der Tee ausgeschenkt, so nennt sich dieser zweite Aufguss „Tee des Wohlgeschmacks“. In der Regel zieht der zweite Aufguss etwas länger als der erste. Häufig wird der Tee noch weitere Male aufgegossen und dann als „Tee der langen Freundschaft“ bezeichnet – wie oft er jeweils aufgegossen wird, ist von Region zu Region verschieden.

Darüber hinaus können auch die Temperaturen beim Aufgießen des Tees variieren (und so völlig verschiedene Geschmacksvielfalten offenbaren) oder Teeblumen als Dekoration verwendet werden. Diese bestehen aus kunstvoll zusammengebundenen Teeblättern, die im Wok geröstet werden und sich erst nach Übergießen mit heißem Wasser vollständig entfalten.

Tibetische Teekultur

Die tibetische Teekultur ähnelt mit den vielen verschiedenen Teeaufgüssen der Chinas. Eine Besonderheit ist jedoch, dass vor allem in den Bergregionen Tibets die Teeblätter zu ziegelartigen Blöcken gepresst werden. Ein Teil dieser Blöcke wird dann im heißen Wasser der Teekanne aufgelöst und über einen längeren Zeitraum hinweg, meist über offenem Feuer, geköchelt. Der Tee wird entweder mit Salz und Yak-Butter (Auch „Buttertee“ genannt), oder aber gesüßter Form mit Milch serviert.

Advertisements