Die japanische Teezeremonie ist kein so lockeres Ritual, wie in Ostfriesland, sondern läuft nach festgelegten Regeln ab. Diese Regeln beruhen auf der japanischen Philosophie des „Zen“ und kann als eine Art Meditation verstanden werden. Jeder Schritt der Zeremonie soll bewusst ausgeführt und erlebt werden: Es gibt also keine munteres Gerede und Unterhaltungen, wie es bei uns üblich ist; es wird fast durchgehend geschwiegen. Daher ist das Ritual vor allem durch die aufwändige Zubereitung des Tees geprägt, die nach einem ganz genauen Ablauf unterliegt. Traditionell werden für die Zubereitung und das anschließende Trinken des Tees mindestens 24 verschieden Gegenstände gebraucht: vom Teehaus in dem das Ritual stattfindet bis hin zur kleinen Teeschale.

Matcha

Der überwiegend verwendete Tee heißt „Matcha“, welcher ein zu grünem Pulver zermahlener grüner Tee ist („cha“ bedeutet im japanischen übrigens Tee). Während des Rituals wird dieser in einer kleinen Schale mit einem Bambusbesen angerührt. Die Japaner legen bei ihrer traditionellen Teezeremonie also großen Wert auf den meditativen Effekt, das Finden von Ruhe und Harmonie. Um diesen meditativen Effekt zu erreichen bedarf es nicht unbedingt genau dieser 24 Gegenstände und „Matcha“, wie wir finden, sondern kann mit ein bisschen Zeit und Ruhe genauso im europäischen Wohnzimmer nachgeahmt werden!

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