Backeifer. Eine weitverbreitete Eigenschaft und ein toller Motivationsgrund unter uns Bloggern. Mercedes hat gleich ihren gesamten Blog danach benannt und lebt diesen Eifer auch aus: Hier wird gebacken was das Zeug hält. Inspiration pur. Besonders begeistert haben uns die tollen Fotos auf ihrem Blog – ohne viel Schnickschnack wird die gezauberte Süßspeise so fotografiert, wie sie auch auf dem Teller aussieht: einfach köstlich. Auf der Suche nach unserem Favoriten-Rezept stießen wir auf fruchtige Smoothies, knackige Salate mit extravaganten Zutaten…und auf „Schokoladige Panna Cotta mit Orangenragout“ – ein Winterrezept? Liebe Mercedes, an dieser Stelle müssen wir leider widersprechen: das ist ein Ganzjahres-Lieblings-Rezept und darf unter gar keinen Umständen saisonal kategorisiert werden – was würden wir nur den Rest des Jahres ohne schokoladige Panna Cotta mit Obstragout machen?? Vielleicht würden wir auf „Blaubeer-Danish“ umsteigen oder auch auf Schoko-Hörnchen oder … oder ihr schaut einfach selbst auf Mercedes wunderbarem Blog „Backeifer“ vorbei und jetzt wünschen wir euch viel Spaß mit dem Interview.

1. Welches ist deine Lieblingsschokolade?

 Meine Lieblingsschokolade ist definitiv die von Pott au Chocolat, einer kleinen Pralinenmanufaktur in Dortmund. Dort werden umwerfende Pralinenkreationen in Handarbeit angefertigt. Ohne Vergleich! Ich habe dort vor zwei Jahren einen Pralinenkurs besucht. An diesem Tag habe ich verschiedene Techniken rund um das Herstellen von Pralinen erlernt und nebenbei Unmengen an Schokolade verköstigt. Zusätzlich durften wir die eigens hergestellten Pralinen mit nach Hause nehmen.
Pott au Chocolat

2. Was isst du am liebsten?

Erdbeere

Diese Frage kann ich kaum beantworten. Was ich gerne esse ist abhängig von der Saison und meiner Tagesform. Doch wie das obige Bild vermuten lässt, gehöre ich zu den Hardcore-Erdbeerfans. Ich fiebere der Erdbeersaison jedes Frühjahr entgegen. Mein jährliches Ritual ist es mit meinem Freund die Erdbeerfelder in unserer Umgebung abzuklappern und die prallen Beeren eigenhändig von der Pflanze zu pflücken. Nur so bekommt man wirkliche perfekte Erdbeeren. Zum Backen sind die schon fast zu schade.

Aber egal, mit den ersten erpflückten Beeren muss ich erst einmal meine Erdbeer-Joghurt-Torte backen. Die hat mich im letzten Jahr wirklich umgehauen, sooo lecker!

3. Das beste Rezept/Gericht von Oma?
Hefezopf-6

Meine Großeltern leben in Bayern. Als ich noch klein war habe ich oft meine Sommerferien bei ihnen verbracht. Mit Leberknödeln, Presssack und Flädlesuppe konnte ich mich nicht anfreunden. Aber auf Omas Hefezopf habe ich mich schon immer Wochen im Voraus gefreut. Meine Mutter hatte sogar einmal versucht einen Zopf nachzubacken, aber in NRW schmeckte der einfach nicht so gut.

Inzwischen ist meine Oma leider verstorben und ich habe sie nie nach dem Rezept für ihren ultimativen Hefezopf gefragt. Wahrscheinlich hätte sie mir überhaupt kein Rezept aufschreiben können. Sie hat den Zopf so oft gebacken, dass sie nichts mehr abgemessen hat. Ein wahrer Backautomatismus. Über die Jahre habe ich viele verschiedene Rezepte zu meinem eigenen kombiniert. Das Resultat kommt dem Original sehr nah.

4. Die schönste Stadt der Welt?
LONDON. Ich war vor zwei Jahren dort und die Stadt hat mich in ihren Bann gezogen. Sie pulsiert, hat den perfekten Mix aus neu und alt. Außerdem sind die Briten einfach klasse. Wer weiß, vielleicht habe ich sogar einmal die Möglichkeit das ein oder andere Jahr in London zu verbringen. Ich würd‘ mich freuen.

5. Was hast du IMMER im Kühlschrank?

Milch! Denn die brauche ich jeden morgen für mein Müsli. Darüber hinaus ist sie aber auch unabdingbar, wenn ich ganz dringen und schnell einen Schokopudding kochen oder Pfannkuchen backen möchte. In meiner Kindheit hat meine Mutter die Milch immer beim Bauern gekauft. Die war viel dickflüssiger als die aus dem Supermarkt. Sie wurde in dunkelbraunen Glasflaschen aufbewahrt und musste schnell verbraucht werden, da ihre Haltbarkeit deutlich geringer war. Geschmacklich liegen Welten zwischen der weißen Flüssigkeit vom Bauern und der aus dem Kühlregal. Egal welche Milch gerade bei mir im Kühlschrank steht – sie ist da nicht wegzudenken.

6. Mit welcher Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest du gerne einmal zu Abend essen?

Da habt ihr euch eine schwierige Frage ausgedacht. Am liebsten esse ich mit meinem Freund und meiner Familie zusammen. Das zählt jedoch vermutlich nicht. Ich ändere die Frage etwas um und beantworte euch, mit welchen fiktiven Persönlichkeiten ich gerne zu Abend essen würde. Einige von euch kennen vielleicht die TV-Serie Downton Abbey. In vielen Folgen sieht man die dralle Köchin, Mrs. Patmore, wie sie Berge an Essen für die feinen Herrschaften zubereitet. Fasan, schaumige Soßen, turmhohe Kuchen… Ich hätte nichts dagegen einmal an der Tafel zwischen Lord und Lady Grantham zu sitzen und die aufwendig drapierten Speisen zu probieren.

7. Winter oder Sommer?

Sommer, Sommer und nochmals Sommer. Denn im Sommer ist alles besser und es ist Eiszeit. Eins meiner Sonntagsrituale: nach ausgiebiger Fahrradtour beim Eiswerk in Dortmund vorbeiradeln und zwei Kugeln im Becher bestellen. Die haben dort so umwerfende Kreationen wie Butterkeks, Blutorange, Milchreis-Zimt oder Tonkabohne-Karamell. Das Eis schmeckt oberlecker und wird nur mit natürlichen Zutaten hergestellt. Mit dem Eisbecher in der Hand auf einer sonnenbeschienenen Bank sitzend ist der Sonntag perfekt.

Eiswerk

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