Über Schokolade sagt und hört man ja so einiges. Sie ist gesund, macht glücklich, hilft gegen Depressionen und gegebenenfalls macht sie sogar high.

Vielleicht kennt ihr das ja, man ist schlecht drauf, gelangweilt, hat ein Produktivitätstief am Nachmittag oder sogar Liebeskummer. Egal was es ist, Schokolade ist in jeder Lebenslage als Hilfsmittel bekannt.

Letzte Woche las ich einen Artikel mit der Überschrift „Schokolade macht glücklich“. Daraufhin habe ich mich mal auf die Suche gemacht und auf sämtliche Artikel und Beiträge zum besagten Thema gestürzt, die das Internet zurzeit im Angebot hat. Denn eines wollte ich herausfinden: welche Wirkung hat Schokolade denn nun tatsächlich und warum greifen wir oft zur Schokolade als Glücklichmacher?

Wunderbar, anregende Substanzen wie Koffein und Aminosäuren sollen im Kakao enthalten sein und für gute Laune nach dem Verzehr sorgen und Depressionen vorbeugen. Glückshormone für’s Hirn heißt es, was ja prinzipiell in egal welcher Lebenslage mal nicht schaden kann. Weiter geht es, mit der Entdeckung des „Andamid“, welches im Kakao vorhanden sein soll und eine berauschende Wirkung auf uns Genießer haben soll. Desweiteren soll Schokolade nicht nur die Stimmung heben, sondern genauso den Kreislauf in Schwung bringen und überaus gesund sein indem sie vor Herzinfarkten und Schlaganfällen schützt! Fantastisch! Der schönste Artikel, der mir unter die Finger gekommen ist, hat den wunderbaren Titel „Wer häufig Schokolade isst, ist schlanker“! Genau sowas wollen wir Frauen ja hören, bitte gerne mehr davon: regelmäßiges Schoki-Essen wurde mit einem niedrigeren BMI verbunden! An diesem Punkt habe ich heimlich für mich selbst beschlossen: ab jetzt macht es ja Sinn morgens, mittags und abends nur noch Schokolade zu essen!

Der Dämpfer kommt nur ein paar Artikel später. Schokolade enthält eigentlich auch ziemlich viel Fett und Zucker und ist in Massen auch wieder gar nicht so gesund für den Körper. Die dunkle Schokolade hat einen relativ hohen Kakaoanteil und ist daher etwas gesünder, was leider trotzdem nicht das gleiche wie „gesund“ ist, im Sinne von Brokkoli. Weiter geht es in die Welt der Psychologie. Alles Vorhergenannte ist Quatsch, sagen die Studien; alles nur ein psychologischer Effekt: wir fühlen uns glücklich, weil wir den Geschmack mögen und positive Dinge mit dem Schokoladenkonsum assoziieren (Belohnung und Trost). Die Substanzen im Kakao sind alle viel zu gering dosiert um einen Effekt auf den Menschen haben – solange sie nicht in riesengroßen Mengen gegessen werden.

Meine Suche hätte sicher ewig weitergehen können mit vielen zusätzlichen Erkenntnissen. Da bin ich zu dem Schluss gekommen: ist es wirklich wichtig zu wissen, warum genau Schokoladenessen glücklich macht? Tatsache ist doch, DASS sie uns glücklich macht. Und ich weiß nicht wie es euch da geht, aber bei mir hat das schon sehr oft funktioniert. Ob das nun an einem, der im Kakao enthaltenen Stoffe liegt, oder in Wahrheit doch nur ein psychologischer Effekt ist, ist MIR jedenfalls egal. Schokolade ist ein Genießer-Produkt und das soll auch so bleiben! Ab und zu eine Praline beim Kaffee mit der besten Freundin, ein Trüffel, oder eine Tafel Schokolade zum romantischen Wochenend-Film, können nicht schaden, denn sie sind gut für die Seele!

Genießen ist gesund und macht einfach glücklich!